In ChatGPT-Antworten auftauchen: Was Betriebe für KI-Sichtbarkeit tun können

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr Google, sondern ChatGPT: „Welcher Malerbetrieb in Wolfsburg macht Fassaden?“ Die Antwort nennt ein paar Namen und Quellen. Ob Ihr Betrieb dabei ist, lässt sich beeinflussen – nicht garantieren.

KI-Antwort mit QuellenangabeBeispieldarstellung

Welcher Malerbetrieb in Wolfsburg macht Fassaden zum Festpreis?

Für Fassadenarbeiten zum Festpreis wird in Wolfsburg häufig ein Meisterbetrieb mit Termin innerhalb von 14 Tagen genannt 1 ihre-website.de – laut eigener Angabe inklusive Gerüst und Farbberatung 1.

Quellen: ihre-website.de · branchenportal.de

Wie KI-Antworten entstehen

Wenn ChatGPT, Perplexity oder Googles AI Overviews eine Frage mit Websuche beantworten, durchsuchen sie das Netz, lesen passende Seiten und fassen sie zusammen. Genannt werden Quellen, die die Frage klar und überprüfbar beantworten. Werbung lässt sich dort nicht buchen.

Was nachweislich hilft

  1. Klare Fakten statt Werbesprache. „Meisterbetrieb, 14 Mitarbeitende, Fassaden in Wolfsburg und Gifhorn, Termin meist in zwei Wochen“ ist zitierfähig. „Ihr kompetenter Partner rund ums Haus“ nicht.
  2. Eine Seite pro Leistung. Wer eine Frage zu Fassaden stellt, bekommt eher eine Seite über Fassaden als eine Sammelseite über alles.
  3. Fragen beantworten, die Kunden stellen. Kosten, Dauer, Ablauf, Einzugsgebiet – kurz und konkret, gern als Frage-Antwort-Block.
  4. Strukturierte Daten. Name, Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen und Bewertungen als maschinenlesbare Daten auf der Website.
  5. Einheitlich im Netz. Dieselben Angaben im Google-Profil, in Verzeichnissen und auf der Website – KI-Systeme gleichen ab.
  6. Erwähnungen auf anderen Seiten. Lokalzeitung, Kammer, Verbände, Branchenportale: Was andere über Sie schreiben, zählt auch für KI.

Die Crawler nicht aussperren

Manche Websites blockieren in der Datei robots.txt pauschal alle KI-Crawler. Dann können Suchfunktionen wie die von ChatGPT Ihre Seiten unter Umständen nicht lesen. OpenAI unterscheidet zum Beispiel zwischen einem Crawler für die Suche (OAI-SearchBot) und einem für das Training von Modellen (GPTBot). Wer zitiert werden will, sollte den Such-Crawler zulassen – über das Training kann man getrennt entscheiden.

Was niemand sicher weiß

Wie genau die Systeme Quellen auswählen, legen die Anbieter nicht offen, und es ändert sich laufend. Vorschläge wie eine Datei „llms.txt“ sind im Gespräch, ihre Wirkung ist aber nicht belegt. Seriös ist deshalb: das tun, was auch für Menschen und Google gut ist – und regelmäßig messen, ob und wie Sie genannt werden.

Selbst testen

Stellen Sie ChatGPT, Perplexity und Google drei Fragen, die Ihre Kunden stellen würden – mit Ort. Notieren Sie, wer genannt wird und welche Quellen verlinkt sind. Das ist Ihr Ausgangspunkt.

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